Michael Wiegand / Schwetzinger Zeitung

Oftersheim. Aus einer Bierlaune heraus hat sich der Oftersheimer Triathlet und Ironman-Teilnehmer Dirk Oswald vorgenommen, seine Zehn-Kilometer-Bestzeit während der Vorbereitung auf seinen Start bei der Weltmeisterschaft im Oktober auf Hawaii (wir berichteten mehrfach) zu verbessern – nun plant der TSV Oftersheim, daraus einen jährlichen Volkslauf zu machen, an dem Hobbysportler aus Oftersheim und der Umgebung teilnehmen können.

„Am 1. Mai steht bei mir der erste Triathlon-Wettkampf des Jahres in Italien an. Davor würde ich gerne meine Zeit verbessern“, erklärt Dirk Oswald, wie die Idee eines Volkslau- fes ursprünglich entstanden ist. Dem 36-Jährigen sei klar gewesen, dass der Versuch auf der Bahn seines Heimatvereins, dem TSV Ofters- heim stattfinden sollte. Gemeinsam mit den Vereinsverantwortlichen entwickelte sich daraus dann die Motivation, aus dem individuellen Rekordversuch einen öffentlichen Volkslauf zu machen, den der TSV veranstaltet. „Ein Event, der die Menschen zusammenbringt und vereint. Kinder und Erwachsene“, erläutert Oswald. Nach der Vorstellung seines Konzeptes waren die Verantwortlichen des TSV begeistert.

Termin Anfang April anvisiert

Nun stehen bereits der Name und der ungefähre Termin, den sich Läufer schon jetzt vormerken können, um ihn in den Kalender einzutragen. Der Start des „HardtRun“ soll voraussichtlich Anfang April auf der 400-Meter-Bahn des TSV-Sportplatzes erfolgen.

Während Oswald auf der Innenbahn der Anlage antreten wird, um seinen schnellsten Lauf auf eine gute 34-Minuten-Zeit zu verbessern, soll den Teilnehmern am neuen Volkslauf eine deutlich abwechslungsreichere und attraktivere Route über die Bahn und durch den angrenzenden Hardtwald geboten werden: Die ersten Meter führen über die Bahn und in den Wald hinein, ein Großteil der Strecke dann durch den schönen Hardtwald und der Zieleinlauf erfolgt später wiederum auf dem TSV- Sportplatz.

Während des ersten Organisationstreffens betonte TSV-Vorstand Stefan Lauff, den „HardtRun“ sogar als jährlich wiederkehrende Veranstaltung etablieren zu wollen. „Wenn, dann richtig“, so Lauff direkt zu Beginn des Treffens.

Exakt vermessene Strecke

Der neue „HardtRun“ solle direkt bei seiner Premiere groß aufgezogen werden. „Mit exakt vermessener Strecke und Anmeldung beim Verband, sodass Teilnehmer eine offiziell anerkannte Bestzeit erlaufen können, Übertragung auf der Leinwand und Moderation.“

Lauff denkt dabei an die jüngste Veranstaltung, als der Ironman-Qualifikant Oswald ebenfalls auf der 400-Meter-Bahn des TSV einen Marathon lief und dabei in 2:57,57 Stunden nach 42,195 Kilometern ins Ziel kam.

Anfang April sollen bei der Erstauflage des „HardtRun“ Läufe für Kinder und Erwachsene angeboten werden – eine kurze Strecke für die jüngsten Teilnehmer sowie fünf und zehn Kilometer für die älteren. Mehrere hundert Starter seien kein Problem, da das Organisations- und Veranstaltungsteam des TSV für solche Großevents eingespielt sei.

Im Wald könne eine Verpflegungsstation für die Teilnehmer des TSV-Volkslaufes aufgebaut werden, die dann auf den Strecken zweimal passiert werden würde. „Auf diese Weise können sich die Teilnehmer den Lauf einfacher einteilen und sich verpflegen.“

Im Startgeld könnten mehrere Finisher-Pakete enthalten sein, die es jedoch noch zu packen gelte, erklärt Stefan Lauff. Die Anmeldung erfolge dann online beziehungsweise vor Ort am Veranstaltungstag.

Die beiden Fotografen Lutz Rüffer und Oliver Kostak begleiten den Lauf mit der Kamera und stellen die Bilder der Teilnehmer kostenlos zum Download zur Verfügung. „Eventuell finden wir weitere Fotografen, die entlang der Strecke Bilder der Läufer anfertigen und bereitstellen. So hat jeder Teilnehmer eine tolle Erinnerung an einen hoffentlich ereignisreichen und glücklichen Tag“, blicken die Verantwortlichen des TSV voraus.

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Bild: Michael Wiegand